VITAMIN-D-MANGEL: SYMPTOME, URSACHEN UND BEHANDLUNG

VITAMIN-D-MANGEL: SYMPTOME, URSACHEN UND BEHANDLUNG

Vitamin D ist essenziell für unseren Körper - doch leider auf unseren Breitengraden Mangelware. Erfahre, welche vielfältigen Folgen ein Vitamin-D-Mangel hat, was die ersten Symptome sind und wie du deinen Vitamin-D-Spiegel in Bestform bringen kannst.

Inhaltsverzeichnis

Morgens von den ersten Sonnenstrahlen geweckt werden, die Nase beim Kaffee ins Licht halten und nachmittags noch mal im Bikini auf der Gartenliege entspannen. Wer dauerhaft so lebt, hat wahrscheinlich kein Problem mit einem Vitamin-D-Mangel. Denn unser Körper kann Vitamin D mithilfe der UV-B-Strahlung der Sonne selbst herstellen. 

Doch bei den meisten von uns sieht der Alltag anders aus: Mehr als das halbe Jahr ist es zu dunkel und kalt, der Alltag lässt keine Zeit für regelmäßige Bikinipartys und so richtig wohlfühlen wir uns beim Sonnen aufgrund des Hautkrebs-Risikos auch nicht. Und allein über die Ernährung können wir den Bedarf nicht decken.

Dementsprechend häufig ist hierzulande ein Vitamin-D-Mangel. Ein ernst zu nehmendes Defizit, das schon weit vor den ersten Symptomen beginnt.

Vitamin D: Wofür benötigen wir das?

Das fettlösliche Vitamin unterstützt die Aufnahme von Kalzium und fördert somit das Wachstum der Knochen und ihre Mineralisierung. Ferner ist Vitamin D auch an vielen verschiedenen Funktionen des Immunsystems, der Hormonproduktion, der Verdauung sowie des Kreislauf- und Nervensystems beteiligt. Auch bei der Entstehung von Depressionen, Diabetes, Krebs und Herzkrankheiten spielt Vitamin D eine Rolle. Mehr über die Funktionen von Vitamin D für Frauen kannst du in unserem Artikel Vitamin D für Frauen: Überblick, Hormone, Wechseljahre lesen.

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Vitamin-D-Mangel Symptome

Wenn der Körper zu wenig Vitamin D bekommt, wirkt sich das auf das gesamte System aus.

Symptome bei schwerem Vitamin-D-Mangel

Besonders stark wirkt sich ein Mangel aber auf die Knochengesundheit aus: Der Körper kann nicht genug Kalzium aus der Nahrung aufnehmen, wodurch der Kalziumgehalt im Blut sinkt (Hypokalzämie).

Als Reaktion darauf bilden die Nebenschilddrüsen mehr von einem bestimmten Hormon, dem Parathormon. Es setzt Kalzium aus den Knochen frei, um den niedrigen Kalziumspiegel im Blut auszugleichen. Ein cleveres System, das uns hilft, diesen wichtigen Wert im Blut aufrechtzuerhalten. Dadurch fehlt aber das Kalzium in den Knochen. Es kommt langfristig zur Entkalkung und Erweichung der Knochen, zur Verformungen der tragenden Strukturen, zu Knochenschmerzen, Muskelschwäche und Kraftminderung – und damit langfristig zum Krankheitsbild der Osteomalazie.

Auch Osteoporose wird begünstigt, was gerade bei Frauen in der Postmenopause gefährlich ist, da bei ihnen der natürliche Osteoporoseschutz durch das Östrogen wegfällt.

Bei Kindern im Wachstum kann der Mangel außerdem zu einer Rachitis führen. Das ist eine schwerwiegende Störung des Knochenwachstums mit bleibenden Verformungen des Skeletts.

Doch nicht nur die Knochen benötigen Vitamin D. In den vergangenen Jahren wurde viel über die Zusammenhänge der Vitamin-D-Versorgung und Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs geforscht. Der Zusammenhang gilt als gesichert, die expliziten kausalen Beziehungen zueinander sind aber bisher nicht abschließend geklärt. Es bleibt abzuwarten, ob der Mangel an Vitamin D die Ursache oder aber eine Folge der jeweiligen Erkrankung ist.

Erste Anzeichen eines Vitamin-D-Mangels

Ein Vitamin-D-Mangel zeigt sich aber natürlich nicht direkt mit so einer Wucht. Die ersten Symptome sind entsprechend nicht sofort Osteomalazie oder Osteoporose, sondern deutlich niedrigschwelliger. Häufig sind es wiederkehrende Infekte, Abgeschlagenheit und Müdigkeit, ungewohnte Muskelschmerzen oder verminderte Muskelkraft, leichte Depressionen, Parodontitis, brüchige Nägel oder Haarausfall

Vitamin-D-Mangel Symptome

Vitamin-D-Mangel Symptome bei Frauen

Vitamin D hat einen Einfluss auf die Produktion der Schilddrüsenhormone und auf die Wirkung der Geschlechtshormone. Verschiedene Studien zeigen, dass das Vitamin an der Regulation des weiblichen Zyklus beteiligt ist. So haben Frauen mit einem Vitamin-D-Mangel häufiger Zyklusunregelmäßigkeiten als Frauen mit einem normalen Spiegel. Über die Regulierung des Parathormons nimmt Vitamin D ferner Einfluss auf den Testosteronspiegel. Ein zu niedriger Vitamin-D-Spiegel kann unter Umständen zu einem erhöhten Testosteronwert führen. 

Vitamin-D-Mangel – die Diagnose

Von einem Vitamin-D-Mangel spricht man offiziell, wenn Vitamin D im Körper über einen längeren Zeitraum in nicht ausreichenden Mengen vorhanden ist und klinisch relevante Symptome wie
  • Knochenschmerzen
  • Verformungen der Knochen, vorwiegend der Rippen, Beine und Wirbelsäule
  • Knochenbrüche
  • Schwellungen am Übergang von Knorpel zu Knochen
  • Muskelschwäche
  • Anfälligkeit für Infekte
  • Erschöpfung
auftreten.


Besteht der Verdacht auf einen Vitamin-D-Mangel, wird eine Blutprobe entnommen, um die Serumkonzentration an 25-Hydroxyvitamin-D (25-OH-Vitamin-D) zu messen. Das ist die Speicherform von Vitamin D. Er spiegelt die Vitamin-D-Versorgung über die Eigenproduktion und die Zufuhr über die Nahrung wider.

Vermutet der Arzt eine Störung des Vitamin-D-Stoffwechsels oder einen erhöhten Kalziumspiegel, wird der Blutspiegel des Hormons Calcitriol (1,25-Vitamin D3) im Blut gemessen. Das ist die biologisch aktive Form von Vitamin D.

Inzwischen gibt es auch Test-Kits für zu Hause. Bei einem solchen Vitamin-D-Test pikst man sich für gewöhnlich in den Finger und schickt die Blutprobe an das dazugehörige Labor.

Von einem guten Vitamin-D Spiegel spricht man bei Werten von 50–60 ng/ml, oder 125–150 mmol/l (Achtung: Es gibt in Deutschland zwei verschiedene Messeinheiten). „Ausreichend“ im Sinne eines Minimums, um halbwegs gesund zu überleben, gelten Werte ab 25 ng/ml oder 50 mmol/l. Laut Studie des Robert Koch-Instituts liegen 60 % der Deutschen sogar unter diesem niedrigen Wert.

Das verdeutlicht die Gefahr eines versteckten Mangels: Unsere Werte können extrem lange zu niedrig sein, ohne dass wir „klinisch relevante“ Symptome spüren. Heißt: Schon deutlich bevor die Knochen schmerzen, sich verformen oder brechen, sind die Werte viel zu niedrig.

Gerade „weniger schlimme“ Symptome wie ein reduziertes Immunsystem, Haarbruch oder Gliederschmerzen werden nicht als Alarmsignal für einen Vitamin-D-Mangel in Verbindung gebracht – und wichtige Gesundheitskapazitäten gehen verloren.

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Vitamin-D-Mangel: die Ursachen

Gefährdet sind Menschen, die sich selten im Freien aufhalten, oder in Regionen leben, in denen der Winkel der Sonne zur Erde zu flach ist. Denn für die körpereigene Synthese wird UV-B-Strahlung der Wellenlänge 290 nm bis 315 nm benötigt, die ganzjährig nur in Regionen unterhalb des 35. Breitengrads vorkommt.

Für Deutschland bedeutet das: Nur von März bis Oktober ist es – unabhängig vom Lebensstil – überhaupt möglich, seinen Mindestbedarf an Vitamin D zu decken. Sobald Sonnenschutzmittel mit einem höheren Lichtschutzfaktor als 10 verwendet wird, werden UV-B-Strahlen überdies abgeschirmt und Vitamin D kann ohnehin nicht mehr gebildet werden.

Mit zunehmendem Alter lässt dann zusätzlich die Fähigkeit zur Eigensynthese von Vitamin D nach. Das liegt vermutlich zum einen an der veränderten, dünneren Haut. Und zum Anderen an der abnehmenden Fähigkeit von Leber und Nieren, das Vitamin D zu verstoffwechseln.

Auch Menschen, die aus religiösen oder kulturellen Gründen nur mit bedeckter Haut ins Freie gehen, sowie Menschen mit dunklerer Hautfarbe sind gefährdet. Bei letzteren ist dies auf die höhere Pigmentierung in der Haut zurückzuführen, die weniger UV-Strahlen durchlässt.

Zu den Risikogruppen zählen zudem Menschen, die an chronischen Magen-Darm-Beschwerden, rheumatoider Arthritis, Leber- oder Nierenerkrankungen leiden oder Medikamente einnehmen, die den Vitamin-D-Stoffwechsel beeinträchtigen (z. B. Antiepileptika oder Zytostatika).

Auch die Nahrung hat einen gewissen Einfluss, allerdings ist dieser geringer, als häufig vermutet. Die Ernährung steuert nur etwa 10 bis maximal 20 % der benötigten Vitamin-D-Menge bei.

Vitamin-D-Mangel – Wie beheben?

Zwischen März und Oktober solltest du mindestens dreimal pro Woche Gesicht und Arme unbedeckt und ohne Sonnenschutz der (Mittags-)Sonne aussetzen. Experten streiten sich über die Dauer. Nach derzeitigen Empfehlungen reicht die Hälfte der Zeit, in der ungeschützt ein Sonnenbrand entstehen würde. Da ist natürlich ein gutes Gespür für den eigenen Körper und die Kraft der Sonne gefragt. Denn Rötungen der Haut sowie Sonnenbrände sollten grundsätzlich vermieden werden.

Ebenfalls kann der Körper Vitamin-D-Reserven im Fett- und Muskelgewebe für das Winterhalbjahr anlegen. Das setzt jedoch voraus, dass du in den Sommermonaten wirklich genug Sonne tankst.

Auch wenn die Ernährung beim Vitamin D nur eine untergeordnete Rolle spielt, ist sie nicht zu vernachlässigen. Fetter Seefisch, Innereien, Speisepilze wie Champignons, Steinpilze und Pfifferlinge, Lebertran und Eigelb liefern dir Vitamin D und sollten zur guten Versorgung regelmäßig auf deinem Teller landen.

Doch für eine langfristig sichere Versorgung bleibt in unseren Breitengraden eigentlich nur eines: Regelmäßig testen und entsprechend supplementieren. Da der Vitamin D Bedarf eines jeden Menschen unterschiedlich ist und von verschiedenen Faktoren, wie Alter, Geschlecht, chronischen Erkrankungen, Hauttyp, Genetik oder Mikrobiom abhängt, gibt es keine pauschal richtige Empfehlungsdosis für alle. Zu unterscheiden ist außerdem zwischen:
  1. Erhaltungsdosis: Die präventive tägliche oder wöchentliche Dosis, um ganzjährig den guten Wert von mindestens ca. 50 ng/ml zu halten
  2. Loading Dose: Eine höhere Dosierung über einen gewissen Zeitraum, um extrem niedrige Werte erst mal aufzufüllen. Dies sollte immer in Abstimmung mit deiner Ärztin erfolgen.
  3. Therapiedosis: Hier sind Forschungen in Gange, wie man bei einigen Krankheiten mit extrem hohen Dosen kurativ eingreifen kann. Das gehört natürlich nur in ärztliche Hand.

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Vitamin D Überdosierung: Ist das möglich?

Da Vitamin D als fettlösliches Vitamin im Fett- und Muskelgewebe gespeichert wird, kann es bei übermäßig hoher Einnahmen von Supplementen und hoch dosierten Medikamenten zu einer Überdosierung kommen.

Im Körper entsteht dann ein erhöhter Kalziumspiegel (Hyperkalzämie), der akut zu Übelkeit, Appetitlosigkeit, Bauchkrämpfen, Erbrechen oder in schweren Fällen zu Nierenschädigung, Herzrhythmusstörungen, Bewusstlosigkeit und Tod führen kann. Auch wenn letzteres extrem unwahrscheinlich ist, ist es als Laie also möglich, mit Vitamin D etwas falsch zu machen, wenn man Supplemente langfristig ungetestet in extrem hohen Dosen zu sich nimmt. Das ist der Grund, warum noch immer von einigen Seiten vor einer Vitamin-D-Supplementierung gewarnt wird.

Fakt ist aber, dass es in unseren Breitengraden letztlich viel schlimmer ist, kein Vitamin D zu sich zu nehmen. Alle (mit Ausnahme von extrem hellhäutigen) können selbst „blind“ 1000 IE oder im Winter 2000 IE zu sich nehmen, ohne je überzudosieren. Die meisten Menschen benötigen sogar deutlich mehr, um auf gute Vitamin-D-Werte zu kommen. Mit gesundem Menschenverstand und regelmäßigen Messungen musst du also keine Angst vor einer Überdosierung haben.

Fazit

Dass in Deutschland ein Vitamin-D-Mangel herrscht, ist in der Bevölkerung angekommen. Doch das heißt nicht, dass sich auch alle um ausreichend hohe Werte kümmern. Denn die meisten kennen Vitamin D nur im Zusammenhang mit Knochenkrankheiten – einem Krankheitsspektrum, mit dem sich viele leider erst beschäftigen, wenn es sie akut betrifft.

Vitamin D ist aber eine viel weitreichendere Wirksubstanz. Jede Zelle hat Rezeptoren für Vitamin D. Es beeinflusst unsere Hormone und unser Immunsystem arbeitet mit guten Vitamin-D-Werten ganz anders als mit mangelhaften. Auch wenn die Forschung in einigen Bereichen bislang nicht abgeschlossen ist, gibt es gute und gesicherte medizinische Evidenz, dass ein Vitamin-D-Mangel viele Krankheiten in ihrer Entstehung und in ihrem Ausmaß unterstützt. Und umgekehrt, dass eine gute Versorgung hilfreiche Wirkungen für viele wichtige schützende Prozesse hat.

Gerade für viele „Alterskrankheiten“ können wir die Risikofaktoren mit ausreichend hohem Vitamin D Spiegel minimieren. Also warte nicht, bis zur offiziellen Diagnose „Vitamin-D-Mangel“, sondern lasse deinen Wert 1–2 Mal proaktiv im Jahr testen und supplementiere rechtzeitig und ausreichend.

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Studien & Quellen

Helena Orfanos-Boeckel: Nährstoff-Therapie. Orthomolekulare Medizin & Bioidentische Hormone: Mangel ausgleichen, Beschwerden lindern, Alterungsprozesse aufhalten. Trias-Verlag, 2022.

Goodwill AM, Campbell S, Simpson S, u. a. Vitamin D status is associated with executive function A decade later: data from the Women’s Healthy Ageing ProjectMaturitas. 2018;107:56-62. doi:10.1016/j.maturitas.2017.10.005

RKI - Gesundheit A-Z - Antworten des Robert Koch-Instituts auf häufig gestellte Fragen zu Vitamin D

Amrein K, Scherkl M, Hoffmann M, u. a. Vitamin D Deficiency 2.0: An update on the current status worldwide. European Journal of Clinical Nutrition. 2020;74(11):1498-1513. doi:10.1038/s41430-020-0558-y

Kennel KA, Drake MT, Hurley DL. Vitamin D deficiency in adults: When to test and how to treatMayo Clinic Proceedings. 2010;85(8):752-758. doi:10.4065/mcp.2010.0138

Płudowski P. Supplementing vitamin D in different patient groups to reduce deficiency. Nutrients. 2023;15(17):3725. doi:10.3390/nu15173725