Frozen Shoulder: Ursachen, Symptome und Wege zur Linderung

Frozen Shoulder: Ursachen, Symptome und Wege zur Linderung

Eine steife Schulter tut nicht nur weh, sondern behindert uns auch im unbeschwerten Alltag. Erfahre, wie die Frozen Shoulder entsteht und was du machen kannst, um schnell wieder in Bewegung zu kommen.

Inhaltsverzeichnis

Wie wichtig unsere Beweglichkeit ist, merken wir häufig erst dann, wenn sie eingeschränkt ist. So etwa bei der “Frozen Shoulder”, auch als Schultersteife oder Adhäsive Kapsulitis bekannt. Es handelt sich um eine Gruppe von schmerzhaften Gelenkerkrankungen, die die Beweglichkeit des Schultergelenks einschränken. Die Schmerzen, Schwellungen und Steifheit erschweren die täglichen Aktivitäten, rauben Energie und führen häufig zu schlechtem Schlaf. Über vier Millionen Deutsche lähmen solche Symptome. Am häufigsten trifft es Frauen, oft nach Eintritt der Wechseljahre.

Erfahre in diesem Artikel, wie eine Frozen Shoulder entsteht, wer am häufigsten betroffen ist und welche Maßnahmen zur Linderung ergriffen werden können.

Frozen Shoulder – Was passiert in der Schulter?

Die Schulter ist ein faszinierendes Gelenk mit hoher Beweglichkeit. Bei einer Frozen Shoulder jedoch zieht sich die Gelenkkapsel zunehmend zusammen und verdickt. Es kommt zu einer Entzündung und infolgedessen zur vermehrten Bildung von Bindegewebszellen (Vernarbungen). Das Gelenk hat im Grunde keinen Platz mehr und ist dann in seiner Bewegung blockiert. Dieser Prozess geschieht nicht von heute auf morgen. Man unterteilt ihn deshalb auch in verschiedene Stadien:

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  1.  „Einfrieren“ (2 bis 6 Monate):
    Im ersten Stadium nimmt der Bewegungsumfang im Schultergelenk langsam ab. Betroffene leiden aber nicht direkt unter der Bewegungseinschränkung, sondern viel mehr unter (zum Teil plötzlichen) starken Schmerzen, die dazu führen, Bewegungen zu vermeiden. Häufig nehmen die Schulterschmerzen in dieser Phase rasch zu, treten auch im Ruhezustand auf und quälen Betroffene vorrangig nachts. Im Schultergelenk bildet sich eine Entzündung an der Gelenkkapsel.

  2. „Eingefroren“ (4 bis 12 Monate):
    In dieser Phase nimmt der Schmerz in seiner Intensität ab, während die Schulter in ihrer Beweglichkeit zunehmend, „einfriert“. Bestimmte Bewegungen, wie das Heben und Kreisen des Armes, sind nicht mehr möglich. Alle Alltagsbewegungen des Armes auf Schulterhöhe oder darüber sind aufgrund der Bewegungseinschränkungen blockiert. Die Gelenkkapsel ist zwar nicht mehr akut und dauerhaft entzündet, sie “vernarbt” vielmehr. Die Kapsel schrumpft und verdickt sich, wodurch die Bewegungsfähigkeit weiter eingeschränkt wird. Auch die Schultermuskulatur wird natürlich weniger beansprucht und so stetig abgebaut (Muskelatrophie).

  3. „Auftauen“ (6 bis 26 Monate – manchmal auch länger):
    In der letzten Phase (Lösungsphase) verschwindet die Versteifung allmählich (manchmal auch ganz spontan) und das Gelenk erhält im besten Fall seinen vollen Bewegungsumfang zurück. Die Entzündung geht schrittweise vollständig zurück.

Medizinerinnen sprechen bei der Frozen Shoulder von einer selbstlimitierenden Erkrankung: Sie heilt meistens vollständig und verschwindet von allein. Zu beachten ist jedoch:

  • Die Dauer der einzelnen Krankheitsstadien lässt sich nicht genau vorhersagen. Manchmal dauert die schmerzhafte Versteifung nur wenige Monate, es können aber gerade im 3. Stadium mehrere Jahre vergehen. So beträgt die durchschnittliche Dauer der Symptome aller drei Stadien 30 Monate.
  • Die gute Prognose und die Tendenz zur Selbstheilung können trügerisch sein. Es gibt eine Reihe von Patientinnen, die auch nach Abklingen der Lösungsphase über Restbeschwerden klagen. So kann es zu einem Schulter-Arm-Syndrom mit diffusen Beschwerden oder (selten) zu Knorpelschäden durch bestimmte Enzyme kommen. Zusätzlich zur Verschlechterung des Gelenks kann die lange Schonung zu einer eine Muskelatrophie (Muskelabfall) führen. Hier gilt es besonders die umliegende Muskulatur zu kräftigen und den Bewegungsumfang wiederherzustellen.

Ursachen: Wieso kommt es zur Frozen Shoulder?

Man unterscheidet zwischen der primären und sekundären Frozen Shoulder:

Die primäre Form der Frozen Shoulder tritt ohne klar ersichtlichen Grund auf, sodass die Ursache tatsächlich als unbekannt gilt. Trotzdem gibt es eine Reihe von Grunderkrankungen und Dysbalancen, die das Auftreten der Frozen Shoulder wahrscheinlicher machen. Besonders häufig trifft es Menschen mit einem hormonellen Ungleichgewicht und Stoffwechselerkrankungen. So begünstigen Schilddrüsenerkrankungen, Nebennierenstress oder Wechseljahre die Entstehung ebenso wie Diabetes, Herzerkrankungen und Parkinson. Interessanterweise gibt es bisher keine Studie, die die hormonellen Zusammenhänge genau erklären. Das liegt daran, dass es bisher wenig interdisziplinäre Forschung gibt.

Die sekundäre Frozen Shoulder kann infolge von Verletzungen (z. B. Ruptur der Rotatorenmanschette oder Knochenbrüche) der Schulter auftreten. Ebenso können verschleißbedingte Erkrankungen des Schultergelenks (Schulterarthrose) oder Operationen im Schulterbereich eine Frozen Shoulder auslösen.

Psychische Ursachen der Frozen Shoulder

Neben körperlichen Ursachen stehen auch psychische Komponenten im Verdacht, die Entstehung der Frozen Shoulder hervorzurufen oder zu begünstigen. Bei Frauen, die unter starkem Stress leiden und emotional sehr eingeschränkt sind, kommt eine Schultersteife besonders häufig vor. Ungeklärt ist, ob das durch die negativen Auswirkungen des Stresshormons Cortisol kommt, eine psychosomatische Reaktion (sich körperlich „eingefroren“ fühlen) ist oder es sich eher um eine Verdrehung von Ursache und Symptom handelt. Denn starke Schmerzen und starke Bewegungseinschränkungen beeinflussen das psychische Befinden unmittelbar.

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Frozen Shoulder? Das kannst du tun

Da die Krankheit in den meisten Fällen von allein kommt und auch wieder geht, sollte man meinen, dass man nicht viel tun kann oder muss. Das stimmt so nicht. Die Phase, in der du dich befindest, ist jedoch entscheidend für deinen eigenen Handlungsspielraum.

In der Phase des “Einfrierens” – auf den Körper hören

Gerade frühe Formen der Frozen Shoulder sind schwierig zu diagnostizieren und werden schnell mit anderen Erkrankungen, zum Beispiel an der Rotatorenmanschette oder der Halswirbelsäule verwechselt. Gehe deshalb zum Orthopäden und lasse einen Ultraschall und Röntgenbilder sowie gegebenenfalls ein MRT machen. Auch, um andere, mitunter bösartige Erkrankungen auszuschließen.

Solange eine akute Entzündung im Gelenk besteht, solltest du nicht in den Schmerz reinarbeiten, das bedeutet: Kein Sport und nur minimale Lockerungsübungen, die deine Schmerzgrenze nicht überschreiten.

Eine Übung, die du bei der Frozen Shoulder im 1. Stadium probieren kannst:

Beuge dich nach vorn und halte dich mit dem gesunden Arm an einem Stuhl oder Tisch fest. Den schmerzenden Arm lässt du hängen und bringst ihn dann behutsam in eine sanfte Pendelbewegung. Dies sollte jedoch nicht zu unangenehm sein

Benutzen darfst du den Arm (wenn möglich) natürlich trotzdem im Alltag. Du machst ihn nicht kaputt und sanfte Bewegung ist wichtig für den Körper.

Gerade bei schlimmen Schmerzen macht die Behandlung mit nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR), z. B. Ibuprofen oder sogar Kortisonspritzen oder -tabletten Sinn. Der Krankheitsprozess wird dadurch nicht abgekürzt, Schmerzen können jedoch (als vorübergehende Lösung!) gelindert werden.

Lege bei deiner Ernährung gerade im Akutfall den Fokus auf viele entzündungshemmende Lebensmittel.

In der “eingefrorenen” Phase – langsam in Bewegung kommen

Jetzt ist es wichtig, wieder in die Bewegung zu kommen. Am besten mit professioneller Unterstützung einer Physiotherapeutin. Übungen sollten nun das Ziel haben, die Muskulatur zu erhalten und scheinbar “unmögliche” Bewegungen immer wieder anzutesten. Das betrifft die Muskelkraft aller schulterblattumgebenden Muskeln, sowie die Außenrotatoren und die Dehnung der hinteren Kapsel.

Bei der Intensität der Übungen ist es wichtig, die aktuelle Reaktivität (Reaktion auf Reize) deiner Schulter zu berücksichtigen. Hier arbeitet man mit einer 24-Stunden-Regel: Ist der Reiz zu hoch, können sich Symptome während der nächsten 24-Stunden verschlechtern und du solltest die Intensität beim nächsten Mal reduzieren. Ist der Reiz adäquat, bemerkst du keine negative Reaktion in den 24-Stunden und kannst je nach Plan und Ziel die Intensität langsam steigern. Deine Therapeutin ist dafür zuständig diese Belastung zu steuern, sie ist allerdings auf dein Feedback angewiesen.

Zwei Übungen, die du selbst machen kannst:

  1. Hebe den Arm der steifen Schulter mit Unterstützung des gesunden Armes auf eine etwa brusthohe Ablage (z. B. hohen Stehtisch). Gehe in dieser Position langsam etwas in die Knie, sodass sich die Achselhöhle öffnet, bis eine Dehnung spürbar ist. Anschließend die Knie wieder strecken und Übung wiederholen.
  2. Stelle dich vor einen Türrahmen und winkle den Ellbogen des betroffenen Armes seitlich etwa 90 Grad an. Lege die Hand auf den Türrahmen, damit sich der Arm nicht bewegen kann. Drehe nun den Oberkörper vom Arm weg, um in eine leichte Schulter Dehnung zu kommen.

Manual therapeutische Massagen werden zur Genesung zusätzlich empfohlen, führen aber nicht zur Verbesserung der Beweglichkeit oder der Muskulatur.

Beim “Auftauen” – spätestens jetzt selbst aktiv werden

In der letzten Phase kehrt deine Beweglichkeit allmählich zurück. Sowohl die Dehnungs- als auch die Kräftigungsübungen können (und sollten) bezüglich der Intensität gesteigert werden. Kräftigung kann beispielsweise mit dem eigenen Körpergewicht, Theraband oder Kurzhantel durchgeführt werden. Du solltest dir natürlich auch weiterhin professionelle Unterstützung holen, jedoch auch darüber hinaus selbst aktiv werden.

Suche dir gezielte Mobilitäts- oder Yogakurse und traue dich nach und nach wieder an mehr Kraftübungen ran, um die Muskulatur aufzubauen. Das ist besonders für uns Frauen ab 40 essenziell.

Die antientzündliche Ernährung solltest du natürlich beibehalten. Denn die tut dem gesamten Organismus gut.

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Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei der Frozen Shoulder noch?

Physiotherapeutinnen behandeln eine steife Schulter manchmal mit Akupunktur, Lasertherapie, Magnetfeldtherapie oder Kurzwellen-Diathermie. Viele Frauen haben positive Erfahrungen mit den verschiedenen Verfahren gemacht, die Wirksamkeit dieser Behandlungen sind jedoch bei Schultersteife wissenschaftlich nicht gut untersucht. Ultraschalltherapie hat keine oder kaum Wirkung. Schaue, was dir guttut und spreche mit der Ärztin / Physiotherapeutin.
Ein operativer Eingriff wird nur in extremen Einzelfällen vorgenommen. In Studien halfen diese Eingriffe auch nicht besser als eine konservative Behandlung.

Fazit: Langer Atem und proaktiver Einsatz

Ja, es ist kräftezehrend, wenn ein Gelenk dauerhaft schmerzt, wenn man nicht mehr auf der Seite schlafen oder sich nicht mehr vernünftig die Haare kämmen kann. Da ist es normal, dass man nach schnellen Lösungen sucht. Und es ist normal, sich zu fragen: Warum ich?

Und genau das macht die Schultersteife so gemein: Es gibt weder schnelle Lösungen noch einfache Antworten. Verzweifle trotzdem nicht an dem langen Prozess. Versuche geduldig zu sein, die verschiedenen Phasen der Erkrankung anzuerkennen und für dich passende Kräftigungs- und Beweglichkeitsübungen durchzuführen.

Wichtig ist auch die Prävention der Schultersteife auf der Gegenseite. Denn nicht wenige Patientinnen erleiden die Erkrankung nach Genesung plötzlich auf der anderen Seite. Positiver Ausblick: Wenn du mit der Frozen Shoulder einmal durch bist, hast du deine Ruhe. Fast nie bekommt ein Mensch zweimal am selben Arm eine eingefrorene Schulter. Und auch während du im Krankheitszyklus drin bist, bleibt das Wissen, dass diese Beschwerden wieder vorübergehen. Gestalte diesen Prozess aktiv mit.

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Studien & Quellen

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